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Bluemchen Blau
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BeitragVerfasst am: 14.09.2012, 10:09    George Orwell ... Antworten mit ZitatNach oben

... hat sich mit 1984 bloß um ein paar Jahre verschätzt ...

Aber wer hätte vor 100 Jahren schon gedacht, daß Dich ein paar Hautschuppen des Mordes überführen können? Shocked

Das ist der Lauf der Zeit den man nicht beschleunigen muß, aber aufhalten kann man ihn auch nicht (dazu haben wir zu wenig Dimmensionen Laughing )

BB

PS: Ich will in aller Klarheit schreiben, daß ich die Diskussion hier gut und angebracht finde und mich nicht darüber lustig machen will, sondern lediglich versuche mir ob dieser Veränderungen unserer Gesellschaft/unseres Lebens nicht noch mehr graue Haare wachsen zu lassen!
Daher, wie es hat es schon Paracelsus postuliert: "Die Dosis macht das Gift." (Kurzform)


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Auch auf http://www.android-austria.info
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NeverAgain
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BeitragVerfasst am: 18.09.2012, 07:12    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

ich finde es interessant und auch gut wie leidenschaftlich dieses Thema hier durchgesprochen wird. Doch bei aller Leidenschaft sollte man vielleicht auch die Fakten nicht ausser Acht lassen.
Ich finde es nicht richtig, dass Menschen, die vielleicht unter anderem die Dinge wie mwildam mit dem Blick auf die Menschenrechte und persönliche Freiheit kritisch betrachten, gleich mit
Zitat:
soziale Phobie, da hilft nur der Weg zum Psychiater. Diesen Preis muss man in Kauf nehmen oder sich im Wald verstecken.
betittelt werden.
Wie BB auch schrieb, es beginnt "1984 - Big brother is watching you"
Es gibt mir z.B. zu denken auf, dass Google anhand von Suchanfragen Krankheiten analysieren will. Was passiert, wenn mehrere Leute eine Suchanfrage über die dunkelste Zeitgeschichte von Deutschland/Österreich machen? Kann man daraus schließen, dass es sich um potentielle Rechtsradikale handelt?
Es macht mich stutzig, wenn ich lese, dass in Deutschland 30 mal mehr Menschen am Telefon unwillkürlich abhört werden als in den USA. ...obwohl die USA mehr Einwohner hat bzw. dass Abhörmechanismen installiert sind, die auf bestimmte Reizwörter anspringen. Was haben Telefonleitungen, die der Telekom gehören und die Telekom ein privates Unternehmen ist, beim Abhördienst des Staates zu suchen? Question
Was ist denn wirklich, wenn man aus eigenen guten Denken sich z.B. für Ubuntu entscheidet und dem Staat mißfällt dies? Kann man aufgrund der Instrumente, die die Technik den Staat bereit stehen, darauf schließen, dass man bei einer Google-Anfrage über Ubuntu oder wenn bei einem Telefonat das Wort Ubuntu fällt, dass man Konsequenzen ausschliessen kann?
Ich weiß nicht, ob man diese Paranoia in Österreich haben muss. ...denn leider lehnt sich Österreich in manchen Dingen den deutschen Gepflogenheiten auch an. Es ist nur auffällig, dass zu DDR-Zeiten die Stasi der beste Geheimdienst der Welt war, selbst der KGB zur Schulung in die DDR kam und sämtliche Speziallisten bei der Wiedervereinigung vom bundesdeutschen Geheimdienst mit Handkuss aufgenommen wurden. ...und es gibt in der Zwischenzeit in Deutschland auch Werbeclips, die zum Denunziatentum, z.B für illegale Software oder Mißbrauch von Hartz-IV, aufrufen! Shocked
siehe: http://www.youtube.com/watch?v=WwfV4mBUbbo
Solche Dinge machen mich einfach hellhörig...
Abhören, beobachten, Profile erstellen, denuzieren... Das erinnert mich an alte Zeiten!

Wie schon gesagt, ich benutze auch PC,Internet, Smartphone usw.
Ich bin auch der Meinung, dass diese tolle Instrumente sind.
Nur bin ich manchmal nicht darüber nicht unbedingt glücklich, dass Android nur über Google wirklich funktioniert und deshalb versuche ich mit Bedacht, meine Daten über den Äther zu schicken bzw. versuche so wenig wie möglich Daten von mir über das Netzt zu schicken
Beispiel: In unserem Konzern wollte man alle Mitarbeiter auf der Homepage mit dem jeweiligen Konterfei präsentieren. Einige verweigerten dies, weil sie fotoscheu sind und einige, auch meine Wenigkeit als auch unser Systemadministrator, meinten: "Das Internet vergißt nix!" :)

Vielleicht mach ich mich mal verdächtig, weil ich unerkannt sein will. Very Happy
Gemäß: "kein Mark Zuckerberg, kein Bill Gates, kein Steve Jobs = verdächtig" :wink:

Viele Güße, "Karl Bockerer " Very Happy


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BeitragVerfasst am: 18.09.2012, 20:47    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« NeverAgain » hat folgendes geschrieben:
Zitat:
soziale Phobie, da hilft nur der Weg zum Psychiater. Diesen Preis muss man in Kauf nehmen oder sich im Wald verstecken.
betittelt werden.

Finde ich auch extrem und sollte man nicht tun, obwohl ich selbst jemanden kenne, wo sich ein Verfolgungswahn entwickelt hat. Nur bin ich nicht sicher, was hier Auslöser und was die Wirkung war. Das Thema gibt auf jeden Fall genug Stoff für diversteste Verschwörungstheorien.

« NeverAgain » hat folgendes geschrieben:
Was passiert, wenn mehrere Leute eine Suchanfrage über die dunkelste Zeitgeschichte von Deutschland/Österreich machen? Kann man daraus schließen, dass es sich um potentielle Rechtsradikale handelt?

Wenn man solche Schlußfolgerungen zieht und Sanktionen darauf folgen lässt, so erinnert das an eine Verurteilung ohne Beweise - höchstens auf Basis von Indizien. Auf jeden Fall - falls es soweit kommt, dann ist - wie bereits erwähnt - VORHER schon etwas schief gegangen. Eigentlich sollten wir ja aus der Vergangenheit gelernt haben und so etwas nicht mehr zulassen.

« NeverAgain » hat folgendes geschrieben:
Nur bin ich manchmal nicht darüber nicht unbedingt glücklich, dass Android nur über Google wirklich funktioniert und deshalb versuche ich mit Bedacht, meine Daten über den Äther zu schicken bzw. versuche so wenig wie möglich Daten von mir über das Netzt zu schicken

Ich bin zwar auch nicht wirklich glücklich darüber, daß man für ein Android-Handy einen Google-Account braucht, aber Du brauchst beim iPhone iTunes (und in dem Zusammenhang mußt Du auch Deine Kreditkarteninformationen dort hinterlegen - war zumindest bis vor ein paar Jahren noch so) und beim Windows-Phone brauchst Du nen Live-Account, wenn mich nicht alles täuscht. Da ist für mich Google schon einmal insofern das geringste Übel, weil ich die Google-Dienste von alle diesen am besten finde und daher ohnehin nutze.

Gruß, Martin.


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BeitragVerfasst am: 20.09.2012, 13:46    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Staff » hat folgendes geschrieben:
Hallo!
Da geb´ich Dir völlig Recht! Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten.


Gerade auf diesen Satz bin ich verdammt allergisch - wahrscheinlich deswegen, weil ich ihn früher oft gehört habe von Leuten, die (abgesehen vom Krieg) die Zeit zwischen 38 und 45 als die "sicherste" angesehen haben, wo es keine Verbrecher gab und mit Verbrechern kurzer Prozess gemacht wurde. Durch die "starke Hand" hat es Ruhe und Ordnung in Österreich gegeben.
Genau genommen sagt unser DAtenschutzgesetz, dass man persönliche DAten nur dann sammeln darf, wenn man sie braucht und sie anschließend gelöscht werden müssen. Mit der Terrorismusphobie (deswegen gehörten die Politiker zum Psychiater - vor allem die US- und UK-Politiker) versucht man, den Datenschutz immer mehr aufzuweichen und hat z.B. die Vorratdatenspeicherung eingeführt und der Staat will immer mehr und mehr.

Wer nichts zu verbergen hat, braucht nichts zu befürchten - die Frage ist dabei vor allem: Was ist das, was ich nicht verbergen muss und genügt es morgen noch oder werden die bislang ungefährlichen SAchen für mich nach einem Machtwechsel gefährlich?

Hannes


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Ein Alkoholiker muss seine Krankheit selbst einsehen, dann macht der Entzug Sinn.
Ein Windows-User muss einsehen, dass Windows sch###e ist – dann kann man ihm Ubuntu installieren.
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NeverAgain
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BeitragVerfasst am: 20.09.2012, 20:31    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

@haidl:
ich bin voll bei Dir!

Nur diese "Terrorismusphobie" hat System!
Vor der Zeit der RAF-Terroristenanschläge in Deutschland war das Bundeskriminalamt (BKA) ein Haufen von einer Handvoll Beamter. ...entsprechend dilettantisch waren auf ihre Vorgehensweisen und "Erfolge".
Während dieser Zeit wurde das BKA erweitert und mit immer besseren Techniken und Befugnissen ausgestattet.
Nach der Zeit der RAF wäre das BKA in ihrer Grösse und Befugnisse eigentlich nicht mehr notwendig gewesen. Aber dann war es der rechtsradikale Terrorosmus, der sich eigentlich "nur" auf einige ausländerfeindliche Übergriffe beschränkte (was nicht heißt, dass ich dies billige!!!).
Aber von Terrorismus in der in den Medien beschriebenen Weise waren diese Aktionen sehr entfernt. D.h. eine organisierte Struktur, die es bei der RAF gab, fehlten den rechtsradikalen Geistes-Amböben vollständig.
Nun ist es der Terrorismus aus den islamischen Reihen, der als Daseinsberechtigung eines solchen staatlichen Apparat herhalten darf.

...als nächstes sind es die "virtuellen Verweigerer" ? :D

P.S.: Mir fällt eine Anekdote ein. Als ich als Jugendlicher meinen Vater angegriffen habe, weil dieser in dem gleichen Alter wie ich es war, eine Maler aus Braunau mit stolzer Brust und erhobenen Arm hinterher lief, gab mir mein Vater nur zur Antwort: "Du ahnst noch nicht wie Du manipuliert und durch gezielte Falschinformationen in der Staatsform, die sich frei auf die Fahnen geschrieben hat und in der Du nun aufwächst, verrführt wirst. " Ich habe es damals nicht begriffen...
...und ich bin kein Verschwörungstheoretiker oder Pessimist, sondern nur ein Realoptimist Wink
Wie Hannesschon schrieb: heute scheint alles paletti und halb so wild; morgen kann es, wenn nur wenige die Vorgehensweisen mancher Institutionen und Unternehmen kritisch betrachten und hinter fragen, schleichend ganz anders aussehen.


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