Meine Schwiegermutter - langjährige Kabel-TV Nutzerin im Gemeindebau - wurde vergangene Woche mit einem zwangsweisen Routertausch "beglückt". Ihr bisheriger (Monopol-)Kabelbetreiber UPC wurde vom (ebenfalls Monopolisten) Magenta geschluckt, und jetzt braucht sie unbedingt ein neues Kabelmodem/Router.
Abgesehen davon, dass der Ton im Begleitschreiben für eine über 80-jährige Benutzerin schon etwas ruppig herüberkommt:
" Sie haben vom Zeitpunkt des Postversandes an Sie genau 7 Tage Zeit den Router zu tauschen, anderenfalls funktioniert Ihr Anschluss nicht mehr" und dann noch weiter "Senden Sie uns den alten Leihrouter samt aller Kabel und Zubehör binnen 7 Tagen zurück, anderenfalls verrechnen wir Ihnen.....bla..bla..bla.."
aber OK, für solche Notfälle gibt es ja den SchwiSohn-Familienadmin.......
Also Kiste ausgepackt - ein Technicolor CGA 4336 DTA1 (Auf der Kiste steht ...DTA1, der Lieferschein behauptet ...DTA2) - und
Aber dafür ein QR-Code für die downzuloadende Admin-App (heute geht ohne eigene App anscheinend gar nix mehr).
Pfff...
Firewall-Rules? MAC-Filter? Port-Weiterleitungen? DMZ-Server? (OK, hat die SchwiMu eh nicht) NADA ...NULL.. NÜSSE!
Im LTE-Forum gehen darob eh schon seit vorigem Jahr die Wogen hoch. Magenta argumentiert gegenüber der Regulierungsbehörde RTR, dass sie den Netzanschlusspunkt als die userseitige Ethernet/WLAN Schnittstelle definieren, und alles vor diesem Netzanschlusspunkt Gelegene geht den User eben nix an!!
Zugegeben: die SchWiMu braucht das alles eh nicht. TV und WLAN für's Tablet gehen - und damit ist die Welt wieder in Ordnung. Aber was macht jemand, der in so einem Gemeindebau ein Gewerbe betreibt?
Ich selbst habe in unserem Bauprojekt im Nordburgenland gerade auch bei einem Kabelprovider abgeschlossen. Der ist wenigstens technisch bereit, das Modem als Bridge zu konfigurieren, womit ich dahinter machen kann was ich brauche.
Ufff......
Michael/SpoonY

